Der Wahnsinn hat einen Namen: Whatsapp-Gruppe

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72 Nachrichten in Abwesenheit. Schockt mich rein gar nicht, ist nämlich der Normalfall, seit ich Mutter bin. Während irgendein Hans Müller mit irgendeiner Grete Steinhöfel diskutiert, ob die Klassenlehrerin von Ida suspendiert werden müsste, erörtert man im Turnchat, ob der neue Turnierbody der U7 mit hohem Kragen besser aussieht als der mit dem etwas tiefer ausgeschnittenen. Habe keine Meinung dazu, soll aber eine äußern. Ines aus dem Krabbelgruppenchat fragt, was man bei Kotzeritis macht. Hatte ihr Kind irgendwie noch nie, rund vierzehn Mütter haben da aber schon genug Erfahrung, um ein bis zweiundzwanzig Tipps zu geben. „Vomex“, schreibe ich, um auch mal wieder was gesagt zu haben, ernte dafür aber heftigen Shitstorm. Ob ich denn eine von den Muttis sei, die auch bei Erkältung sofort Antibiotika geben, will man wissen. „Klar“ schreibe ich und schalte die Gruppe lieber lautlos. Währenddessen fragt man sich im Chat meiner kinderlosen Freundinnen, warum ich

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